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Meetingbericht 2008 von Heiner Klempp
Bilder: Inge Siemoneit & Günter Pietschmann

Yes, we can!
IW-Meeting mit Forderungen zu gunsten aller Züchter

Rengshausen, 25./26. Oktober 2008 –
Wenngleich die Präsidentin Wilfriede Schwerm-Hahne diese Aufforderung erst zum Abschluß des Meetings ausgerufen hat, zog sich doch wieder einmal Aufbruchsstimmung durch das gesamte Meeting – von der großzügigen Toleranz formaler und kommunikativer Fehler durch Zuchtkommissionsmitglied Doris Laubis und ihren engsten Helfern bis hin zur Forderung nach mehr Mitbestimmung der Züchter im Verband.

Besonders zum Aufbruch ermutigt die vom VDH befristet aufgehobene Bestimmung, zur Zucht vorgesehene Irish Wolfhounds auf HD-Verdacht röntgen zu lassen. Der VDH hob diese Bestimmung bereits im Mai dieses Jahres auf, nicht ohne jedoch einzuschränken, daß nach sechsjähriger Frist mit einer Stichprobe festzustellen sei, ob die Aussetzung endgültig festgestellt werden könne.

Dabei ging der VDH davon aus, daß die Kosten der Stichprobe an ca. 100 Hunden von den Hundehaltern selbst zu tragen sind. Da es nach Ansicht des IW-Meetings nicht vertretbar sei, diese Kosten von etwa 20.000 € nur den Hundebesitzern aus der Stichprobe aufzuerlegen, wurde das Zuchtkommissionsmitglied damit beauftragt, eine hälftige Kostenbeteiligung mit dem DWZRV zu verhandeln. Außerdem soll für jeden Welpen von ab Mai gefallenen Würfen fünf Euro einbehalten werden für das IW-Meeting zur Gegenfinanzierung des auf die Halter entfallenden Restbetrages.

Auch der Referent zum Thema „Rechtliche Tipps zum Welpenverkauf“, Rechtsanwalt Philipp Heiermann ermutigte die anwesenden Züchter zum aktiven Umgang mit dem neuen Warenrecht, unter das auch der Verkauf von Welpen fällt. Genauso aktiv vertrat Prof. Dr. Peter Friedrich, der neue Zuchtleiter des DWZRV nicht nur einen äußerst sorgsamen Umgang mit den Regeln zur gesetzgeberisch erforderlichen Wesenprüfung von Hunden besonders beim Irish Wolfhound, sondern auch die tiefere Verankerung des Zuchtwesens im Gesamtverband.

Hier war er sich einig mit der Präsidentin, die dann auch gleich auf die Sonderheit des Irish Wolfhound im DWZRV hinwies. Die „Wölfe“, erklärte sie zu Recht, seien - mit wenigen Ausnahmen, die im Coursing oder sogar auf der Bahn eingesetzt werden – die einzigen Hunde des Verbandes der Windhunde (die mediterranen Rassen mal ausgenommen, die vom DWZRV ja „nur betreut“ werden), die überhaupt nicht für den Leistungseinsatz gezüchtet würden. Dadurch entfiele die Parität zwischen züchterischer Leistung und rennmäßigen Erfordernissen. So kämen die IW-Züchter bei allen Verbandstreffen und Entscheidungen automatisch ins Hintertreffen, wenn die „Rennleute“ ihre sicher auch vielfach berechtigten Forderungen durchsetzten. Dies könne verändert werden.

Besonders vor dem Hintergrund der bevorstehenden – unverständlichen – Aufnahme des IWC in den VDH muß sich der DWZRV wieder mehr auf züchterische Belange und im Falle der Irish Wolfhounds vor allem wieder mehr auf die große Zahl der Mitglieder mit IW’s im Verband besinnen. Wie die Präsidentin sagte: Die IW`s sind im DWZRV die Rasse mit den meisten Welpen. (Anm. der Redaktion: Und den meisten Züchtern gemäß UW; wahrscheinlich zählt die Gruppe der IW Züchter und Besitzer auch zu den größten Rassen, gemessen an der Zahl der Verbandsmitgliedern im DWZRV.)

In ausführlichen Diskussionen wurde denn auch erörtert, wie Rassemeetings generell und das IW-Meeting insbesondere mehr gestärkt werden können in der Vertretung gegenüber und vor allem im Verband. Hierbei wurde insbesondere diskutiert, den Meetings einen vereinsähnlichen Status zu geben, der ihnen erlaubt, Funktionen satzungsgemäß einzuführen und auszuüben. Nur so nämlich kann sichergestellt werden, daß die auf Meetings und insbesondere auf das Zuchtkommissionsmitglied zukommende Aufgaben im Sinne der jeweiligen Züchter und Besitzer der Rassen bewältigt und vor allem kommuniziert werden.

Besondere Beachtung fand der Vorschlag, Rassemeetings künftig zu berechtigen, Delegierte zur DWZRV-Mitgliederversammlung zu entsenden. Allerdings müsse hierfür der Schlüssel zur Entsendung Delegierter neu errechnet werden, damit keine Interessen benachteiligt würden. Den Auftrag, diesen Vorschlag während der Zuchtkommissionstagung vorzutragen, um ihn in alle Rassen zu tragen, nahm Zuchtleiter Prof. Friedrich gerne mit. Ebenso wie den Auftrag, aus dieser Forderung einen Antrag der Zuchtkommission zur Satzungsänderung für die nächste JHV im März 2009 zu machen.

Überaus positive Beachtung fand auch die Ankündigung von Julie Hübner, daß der EIWC als Veranstaltungsort des Europäischen Wolfhoundkongresses für 2014 Deutschland auserkoren hat. Ebenso begeistert waren die Meeting
Teilnehmer vom Vorschlag, die Donaueschinger Windhundtage 2010 nicht nur zum Anlaß einer Jahres-Ausstellung für Irish Wolfhounds zu nehmen, sondern am ersten Windhundtag in Donaueschingen 2010 auch eine Sonderausstellung anläßlich des 100. Jahrestages der IW-Zucht in Deutschland zu feiern. Hierzu wurde bereits vorbereitend ein Festkomitee ins Leben gerufen, daß die Planung und Durchführung dieser Veranstaltung in die Hand nimmt. Die Besonderheit dieser Veranstaltung übrigens soll ein Jubiläumsbuch über 100 Jahre Iris Wolfhound-Zucht in Deutschland werden, das von Angelika Giessl erarbeitet wird.

Großen Gefallen fand die Präsidentin an diesen Veranstaltungen, zementierten sie doch wieder einmal den Anspruch der IW-Leute im DWZRV, die traditionsreichen Vertreter dieser Rasse in Deutschland zu sein. 100 Jahre Irish Wolfhound
Zucht in Deutschland – immer unter dem Dach des DWZRV – diese Tradition, Erfahrung und Sachkenntnis in Rassefragen könne gar nicht von einem jüngst erst gegründeten Club geboten werden.

In diesem Sinne wurde das IW-Meeting 2008 von Doris Laubis zukunftsfroh geschlossen, die DWZRV-Präsidentin erfreute sich auch zum Abschluß des Meetings nochmals über die konstruktive Zusammenarbeit der IW-Züchter und –Besitzer, ließen sie doch alle erkennen, daß sie nicht um der Sache, sondern nur um der Rasse willen disputierten – und dies immer im Sinne und in der Botschaft Barack Obamas: Yes, we can!
mpp

 

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